Baugruppe Bayernkaserne: Jetzt mitmachen!

Fragen und Antworten zur Baugruppe Bayernkaserne

Warum die ehemalige Bayernkaserne?

Auf dem Gebiet der ehemaligen Bayernkaserne (hier findet ihr weitere Infos) entsteht ein attraktives neues Stadtquartier mit rund 5.500 Wohnungen für bis zu 15.000 Menschen. Ein großer Teil ist für Genossenschaften vorgesehen und damit eine sehr gute Möglichkeit, ein genossenschaftliches Wohnprojekt im innerstädtischen Gebiet umzusetzen.

Bis wann kann ich mich auf die Baugruppe bewerben?

Die Bewerbungsphase läuft ab jetzt bis 15. Dezember 2018.

Ablauf der Bewerbung: Interessenten, die Mitglieder mit Wohnrecht der Genossenschaft Stadtwerkschaft e.V. sind, schreiben eine E-Mail an bayernkaserne@stadtwerkschaft.de.

Benötige Inhalte der E-Mail: Mitgliedsnummer und/oder Name, eine kurze Begründung der gewünschten Teilnahme an der Baugruppe, Angabe des Wohnmodells (EOF, MM oder KMB), benötigte Wohnungsgröße (Anzahl der dort wohnenden Personen + 1 Zimmer) > siehe Stadtwerkschafts-Mitgliederinfo vom Oktober 2018.

Alle Interessenten bekommen dann eine Info des Vorstands zum weiteren Vorgehen.

Wie ist der Zeitplan, wann ist die Fertigstellung des Baus geplant?

  • Sommer 2019: Bewerbung der Stadtwerkschaft auf ein Grundstück
  • Herbst 2019: Stadtwerkschaft bekommt Grundstück
  • ab Herbst 2020: Ende der Planungsphase und Baubeginn
  • ca. 2 Jahre nach Baubeginn: Fertigstellung des Bauprojekts

Wieviel Zeit werde ich in die Baugruppe investieren müssen?

Die Baugruppe wird sich ca. einmal pro Monat treffen, um in moderierten Workshops Ergebnisse für das Wohnprojekt zu erarbeiten. Diese Treffen sind Pflichttermine, da nur durch eine lebendige Beteiligung ein Wohnprojekt entsteht, das zur Baugruppe passt.

Was kostet mich die Teilnahme an der Baugruppe jetzt und später?

Die Einlage für Teilnahme an der Baugruppe bemisst sich nach dem persönlichen Wohnmodell:

Fällig zum Beginn der Planungsphase: ca. 10% der wohnungsbezogenen Pflichtanteile

Fällig zum Beginn der Bauphase: 100% der wohnungsbezogenen Pflichtanteile

Die wohnungsbezogenen Pflichtanteile sind abhängig von Wohnungsgröße und Wohnmodell (EOF: ca. 450 € pro m², München Modell: ca. 1.000 € pro m², KMB: ca. 1.700 € pro m²). Achtung: Diese Zahlen sind Schätzungen und basieren auf Referenzprojekten.

Die spätere Nutzungsgebühr (=Miete) ist ebenfalls abhängig von der Wohnungsgröße und Wohnmodell (EOF: ca. 5,85 € pro m², München Modell: ca. 11,50  € pro m², KMB: ca. 13,50 € pro m²).
Achtung: Diese Zahlen sind Schätzungen und basieren auf Referenzprojekten.

Was ist das Tolle bei der Teilnahme an der Baugruppe?

Wer in der Baugruppe aktiv ist, sichert sich zwei wesentliche Vorteile:

1. Die Mitglieder, die sich über den gesamten Zeitraum in der Baugruppe engagieren, haben Vorrang in der Wohnungsvergabe. Voraussetzung ist natürlich, dass das Bauprojekt tatsächlich realisiert wird. Achtung: Die exakte Zuweisung der Wohnungen erfolgt erst nach der Planungsphase.

2. Die grundsätzliche Ausrichtung des Bauprojektes (z.B. Wohnungsgröße, Gestaltung der Gemeinschaftsflächen) können die Aktiven in der Baugruppe beeinflussen.

Kann ich nachträglich einsteigen?

Ein nachträglicher Einstieg ist grundsätzlich erstmal nicht vorgesehen, da die Diskussion in der Baugruppe ein laufender Prozess ist. Bei einer guten Begründung können wir aber auch eine Ausnahme machen.

Kann ich eigene Ideen in die Planung einbringen?

Eigene Ideen sind immer willkommen und bringen das Bauprojekt weiter. Natürlich gibt es dabei auch Grenzen aus gesetzlichen Vorgaben, Bebauungsplan und Baukosten, die es zu beachten gilt. Ideen und Grenzen werden Teil der Workshops sein.

Komme ich auch als investierendes Mitglied in die Baugruppe?

Nein. Die Baugruppe setzt sich ausschließlich aus Mitgliedern zusammen, die auch in das Bauobjekt einziehen werden. Ein investierendes Mitglied kann allerdings durch mehr Genossenschaftsanteile das Projekt unterstützen. Je höher unser Eigenkapital, desto weniger Fremdkapital müssen wir aufnehmen.

Wo ist die genaue Lage auf dem Gelände der Bayernkaserne ?

Diese Frage kann erst zum Zeitpunkt der städtischen Ausschreibung (angekündigt für Sommer 2019) beantwortet werden. Je näher der Termin kommt, umso konkreter werden die Informationen. Nach aktuellem Stand werden es vermutlich Grundstücke im Süden des Gebiets sein.

Wie werden die Wohnungen aussehen (Ausrichtung, Balkon, Größe)?

Die konkrete Gestaltung der Wohnungen wird erst in der Planungsphase (nachdem die Stadtwerkschaft das Grundstück bekommen hat) festgelegt. Grundlagen hierfür werden  durch die Baugruppe erstellt. Auch hier gilt: Je weiter das Projekt voranschreitet, desto detaillierter die Informationen. Nur die Anzahl der Zimmer ist in unseren Wohnungsvergabekriterien festgelegt: Anzahl der Personen + 1 = maximal nutzbare Zimmeranzahl.

Wird es Kindergarten, Schule, Spielplatz, Ladengeschäfte geben?

Neben den Wohnungen sind Kindertagesstätten, zwei Schulstandorte mit einem Gymnasium, zwei Grundschulen, eine Förderschule, eine Musikschule und Sportanlagen vorgesehen. Weiterhin sind soziale Einrichtungen wie ein Seniorenzentrum, eine Jugendfreizeitstätte und Nachbarschaftstreffs, eine Zweigstelle der Münchner Volkshochschule, ein großer Lebensmittelmarkt und weitere Geschäfte geplant.

Sind Tiefgaragen geplant?

Ja. Die Stadt München gibt vor, dass bei Neubauten ein Stellplatzschlüssel von 1,0 (pro Wohnung einen Stellplatz) realisiert werden muss. Dies können wir durch ein gutes Mobilitätskonzept reduzieren.

Wie sieht die Verkehrsanbindung jetzt und in Zukunft aus?

Momentan gibt es gut frequentierte Busverbindungen zur U-Bahnlinie U2 (Am Hart) und U6 (Kieferngarten), die passend zum Verkehrsaufkommen erweitert und verstärkt werden. Geplant ist die Verlängerung der Trambahnlinie 23, so dass eine Trasse durch das Gelände führt, die so genannte Magistrale.

Welche Risiken bestehen für die Bewerbung und das Bauprojekt?

Mögliche Szenarien in Kursiv und die Einschätzung des  Risikos nach heutigem Stand:

Die Stadtwerkschaft erhält das Grundstück nicht. Die Konsequenz wäre: Die Bewerbungsunterlagen wurden umsonst erstellt und die Einlage für die Baugruppe ist weg. Die Wahrscheinlichkeit hierfür ist jedoch gering, da viele Wohneinheiten auf dem Gelände der ehemaligen Bayernkaserne ausgeschrieben werden.

In der Planungsphase werden nicht genügend wohnungsbezogene Pflichtanteile eingezahlt. Konsequenz wäre: Die Stadtwerkschaft muss aus dem Bauprojekt aussteigen. Auch hier ist die Wahrscheinlichkeit, dass dieses Risiko eintritt, gering, da ausreichend Interesse am Bauprojekt in der Genossenschaft vorhanden ist.

Die Kosten für Bau und/oder Grundstück werden höher als erwartet. Konsequenz: Die wohnungsbezogenen Pflichtanteile erhöhen sich. Die Wahrscheinlichkeit hierfür ist gering bis mittel, da unsere Kalkulation konservativ gerechnet ist.

Der Ausschreibungstermin verzögert sich. Konsequenz: auch der Einzugstermin verzögert sich. Die Wahrscheinlichkeit hierfür ist nach den bisherigen Abläufen bei städtischen Ausschreibungen mittel bis hoch einzuschätzen.

Was passiert, wenn unsere Bewerbung auf ein Grundstück nicht erfolgreich ist?

Wenn die Bewerbung fehlschlägt (siehe oben – das Risiko wird als gering bewertet), endet das Projekt. Die Teilnehmer dieser Baugruppe wechseln dann nicht automatisch in ein Folgeprojekt, da jedes Bauprojekt und damit auch die Baugruppe individuell ist. Mit einer guten Begründung ist natürlich ein Wechsel in eine andere Baugruppe möglich. Dies beinhaltet aber auch die Zustimmung der Baugruppe.

Kann der geleistete Beitrag (Geld, Planungsunterlagen) auf ein Folgeprojekt übertragen werden?

Nein. Die Beträge aus dem Projekt können nicht auf ein Folgeprojekt übertragen werden. Grundsätzliche Ziele für ein Bauprojekt können aber als Vorlage für ein Folgeprojekt verwendet werden, wodurch dieses eventuell profitieren kann.

Wann sind weitere Projekte geplant?

Parallel zur Bayernkaserne ist eine Bewerbung für das Bauprojekt Kreativquartier geplant. Das Risiko, dass die Stadtwerkschaft fürs Kreativquartier keinen Zuschlag erhält, ist jedoch hoch: Das Grundstück ist klein und vsl. sehr begehrt – hier ist davon auszugehen, dass sich deutlich mehr Genossenschaften bewerben, als Baugrund zu vergeben ist. Dieses Bauprojekt wird wegen der zentralen Lage in Neuhausen nahe Leonrodplatz und den höheren Grundstückspreisen insgesamt teurer.

In Aussicht steht außerdem weiterhin das Bauprojekt Zschokkestraße. Dazu sind wir derzeit in Gesprächen mit den SWM. Baureif würde dieses Grundstück Stand heute (November 2018) aber erst 2022 werden.

Ist bei allen Projekten Erbbaurecht vorgesehen?

Die städtischen Grundstücke sollen zukünftig nur noch in Erbbaurecht vergeben werden. Eventuell gibt es noch eine Ausnahme für Genossenschaften.

Wäre es nicht besser, ein Grundstück zu kaufen?

Kommt drauf an. Wenn wir einen guten Vertrag für ein Grundstück mit langer Laufzeit und niedrigem Erbpachtzins bekommen, ist Erbbaurecht für eine junge Genossenschaft mit wenig Eigenkapital attraktiv.

Hier gibt es den Flyer zur Baugruppe Bayernkaserne zum Download.

Bei der Baugruppe mitmachen? Hier gibt es die Absichtserklärung zum Download.